
Videoporträts
Durch unsere Videoporträts geben wir Frauen* in der Landwirtschaft eine Stimme und zeigen die Vielfalt in der Landwirtschaft auf.
🎙️ Reinschauen lohnt sich – authentische Einblicke in das Leben und Wirken von Bäuerinnen der ÖBV
#4 – Theresia Oblasser – Bergbäuerin, Literatin, politische Stimme

Geboren Anfang der 1940er-Jahre auf einem Bergbauernhof in Taxenbach, aufgewachsen in einer Großfamilie und als einzige Tochter unter acht Geschwistern, schreibt Theresia über die bäuerliche Lebenswelt von Frauen – über Arbeit, Verantwortung, Zwänge und Aufbrüche.
Sie erzählt, wie es war, in den Hof ihres Partners „einzuheiraten“ – und damit in eine ganze Familie. Wie stark Religion, Tradition und gesellschaftliche Erwartungen das Leben bestimmten. Und wie wenig Raum damals für Emotionen, Bildung und Selbstbestimmung blieb. Als Bäuerin erlebt sie permanente Beanspruchung: viele Aufgaben, viele Ansprüche – kaum Zeit für sich. Gerade daraus entsteht der Impuls zu schreiben: zunächst Tagebuch, später Poesie und schließlich politische Texte.
Über die Zeitschrift der ÖBV findet sie eine Stimme, insbesondere in der Frauenausgabe, und beginnt, Themen wie Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und bäuerliche Lebensrealitäten zu reflektieren. Die kritische Auseinandersetzung mit tradierten bäuerlichen Rollenbildern wird zu ihrem zentralen Anliegen.
Sie engagiert sich in Kulturinitiativen, im Frauenarbeitskreis der ÖBV (damals noch „Bergbauernvereinigung“ genannt), setzt sich für die Alterspension für Bäuerinnen ein und gründet gemeinsam mit anderen Frauen eine Schreibgruppe. Mit ihrem Schreiben erschließt sich Theresia Blasser eine neue Welt – und hinterlässt Spuren weit über das eigene bergbäuerliche Anwesen hinaus.
#3 – Die ÖBV-Vorständinnen: Für eine gerechte Agrarpolitik

Was bedeutet es heute, Landwirtschaft zu gestalten — nicht nur am Betrieb, sondern auch politisch? In diesem Porträt begegnen wir drei Frauen mit unterschiedlichen Lebenswegen: eine Biobäuerin auf einem sehr vielfältigen Betrieb, eine Altbäuerin mit jahrzehntelanger Erfahrung und eine Hirtin, die ihre Sommer auf der Alp verbringt.
Sie sprechen darüber, was sie in die Landwirtschaft geführt hat, was sie an ihrer Arbeit erfüllt — und warum politisches Engagement unverzichtbar ist.
Ein kurzer Beitrag über die Vision einer Landwirtschaft, die nicht nur Menschen ernährt und Landschaften erhält, sondern auch Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Mit Daniela Kohler, Ulrike Stadler und Maria Naynar
#2 – Auffi und Owi – Zwei Hirtinnen und ihre Leidenschaft

Ein Videoporträt mit Maria Naynar und Sara Wintereder
Was bedeutet es, heute Hirt*in zu sein — mehrere Monate auf der Alm, verantwortlich für viele Tiere, abhängig vom Wetter und dem Klima und zugleich tief verbunden mit einem Ort? Maria und Sara öffnen in diesem Film ein sehr persönliches Fenster in ihre Arbeit.
Sie sprechen darüber, was sie auf die Alm geführt hat, warum sie bleiben, und wie Nähe zu Tieren, Hund(en) und Landschaft eine besondere Form von Sensibilität, Achtsamkeit und Mut erfordert. Das Porträt zeigt auch die politischen und sozialen Seiten dieses Berufs: fehlende Anerkennung, unsichere Rahmenbedingungen, kaum oder schlechte soziale Absicherung. Gleichzeitig wird sichtbar, wie viel Wissen, Verantwortung und Fürsorge in dieser Tätigkeit steckt — und warum 2025 neue Plattformen für Vernetzung, Austausch und neue Ausbildungswege für Hirt*innen entstanden sind.
Zwischen leisen Momenten, kleinen Anekdoten und klaren politischen Positionen wird deutlich: Almwirtschaft ist mehr als Romantik. Sie ist Arbeit an der Kulturlandschaft, Beitrag zur Biodiversität — und ein Beruf, der Zukunft schafft.
Du willst dich über die über die Arbeit der ÖBV – Via Campesina Austria informieren oder aktiv werden? Dann schau vorbei: https://www.viacampesina.at/
Info zum Auffinetzwerk: https://auffi-netzwerk.at/
#1 – Ackern ist politisch – Ein Videoporträt mit Juni von der SoLaWi FischaGarten

Ein Videoporträt mit Juni von der SoLaWi FischaGarten
Der FischaGarten ist aus einer Besetzung entstanden — und wurde Ende 2024 zur SoLaWi FischaGarten. Die erste Saison ist geschafft! Juni erzählt, wie aus einer Aktion eine langfristige Struktur wurde, darüber, dass Ernährung in vielen aktivistischen Kontexten noch immer unterbelichtet ist, obwohl sie unsere Lebensgrundlage darstellt, und was es bedeutet, nach einer Besetzung zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und lokale, tragfähige Netzwerke aufzubauen.
Im Gespräch geht es um politische Dimensionen von Landwirtschaft: um Ernährungssouveränität, Klimagerechtigkeit, demokratische Flächenverteilung und um die Frage, was es tatsächlich braucht, um eine Solidarische Landwirtschaft zu gründen. Juni spricht auch über Grenzen, Care-Strukturen, gruppendynamische Prozesse und darüber, warum es manchmal wichtiger ist, Beziehungen zu pflegen und Emotionen zu bearbeiten, als „nur“ die Jungpflanzen rechtzeitig in die Erde zu bringen — besonders, wenn man Pionierarbeit ohne viele Vorbilder leistet.
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